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EN10296-2 Geschweißte runde Stahlrohre für den Maschinenbau und allgemeine Anwendungen – Technische Lieferbedingungen
Normative Verweise
Die Norm verweist auf andere EN- und ISO-Normen für Prüfungen, Abmessungen und Materialeigenschaften, wie zum Beispiel:
- EN 10027 (Stahlbezeichnungssysteme)
- EN 10204 (Prüfdokumente)
- EN ISO 377 (Probenvorbereitung für Prüfungen)
Bestellinformationen
Bei der Bestellung von Rohren gemäß EN 10296-2 müssen folgende Angaben gemacht werden:
- Menge (Länge, Anzahl der Teile oder Gesamtmasse)
- Abmessungen (Außendurchmesser, Wandstärke, Länge)
- Stahlsorte (z. B. E235, E355 usw.)
- Lieferzustand (z. B. geschweißt, wärmebehandelt, kaltverformt)
- Art der Inspektion und Prüfung (z. B. zerstörende/zerstörungsfreie Prüfung)
- Prüfzertifikat (z. B. EN 10204 3.1 oder 3.2)
- Besondere Anforderungen (falls vorhanden, z. B. Oberflächenbehandlung, besondere Toleranzen)
Stahlsorten und chemische Zusammensetzung
Die Norm umfasst unlegierte und legierte Stahlsorten, einschließlich:
- Unlegierte Stähle: E235, E275, E355 (mit spezifizierten Streckgrenzen)
- Legierte Stähle: Sorten mit höheren mechanischen Eigenschaften (z. B. für Anwendungen mit hoher Beanspruchung)
Die chemische Zusammensetzung muss die festgelegten Grenzwerte für C, Si, Mn, P, S und andere Legierungselemente einhalten.
Mechanische Eigenschaften
Zu den wichtigsten mechanischen Eigenschaften gehören:
- Zugfestigkeit (z. B. 360–510 MPa für E355)
- Streckgrenze (z. B. min. 235 MPa für E235)
- Dehnung (variiert je nach Güteklasse und Dicke)
Die mechanischen Eigenschaften können je nach Wärmebehandlungszustand variieren (z. B. normalisiert, geglüht oder im Schweißzustand).
Inspektions- und Prüfanforderungen
Die Röhren müssen folgende Prüfungen durchlaufen:
- Sichtprüfung (Oberflächenfehler, Schweißnahtintegrität)
- Maßprüfung (Durchmesser, Wandstärke, Geradheit)
- Mechanische Prüfung (Zug-, Härte- und Biegeprüfung)
- Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) (falls spezifiziert, z. B. Ultraschall- oder Wirbelstromprüfung)
- Hydrostatische Prüfung (optional, falls erforderlich)
Die Probenahmehäufigkeit hängt von der Losgröße und den Kundenanforderungen ab.
Toleranzen
Die Norm definiert Toleranzen für:
- Außendurchmesser (z. B. ±1 % für Durchmesser > 30 mm)
- Wandstärke (variiert je nach Herstellungsverfahren)
- Länge (bei zugeschnittenen Rohren typischerweise +10 mm / –0 mm)
- Geradheit (z. B. maximale Abweichung von 1,5 mm/m)
Kennzeichnung und Dokumentation
- Obligatorische Kennzeichnung: Name des Herstellers, Stahlsorte, Abmessungen, Normnummer (EN 10296-2)
- Optionale Kennzeichnung: Chargennummer, Prüfstempel
- Lieferdokumente: EN 10204 3.1- oder 3.2-Zertifikat (abhängig vom Prüfniveau)
Oberflächenbeschaffenheit und Schutz
- Die Rohre müssen frei von schädlichen Mängeln (Rissen, übermäßiger Ablagerung) sein.
- Die Oberflächenbehandlung (z. B. Ölen, Lackieren) kann vorgegeben werden.
Abschluss
EN 10296-2 stellt sicher, dass geschweißte Stahlrohre die mechanischen, maßlichen und qualitativen Anforderungen für technische Anwendungen erfüllen. Die neueste Fassung enthält aktualisierte Prüfverfahren und Werkstoffspezifikationen. Genaue Details finden Sie im offiziellen Normendokument.
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